Warum dich Beziehungen krank machen können – und was dein Nervensystem damit zu tun hat

Veröffentlicht am 12. März 2025 um 13:52

Unser Nervensystem beeinflusst unser gesamtes Leben – von unserer körperlichen Gesundheit über unsere emotionale Stabilität bis hin zu unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. 

Das Nervensystem koordiniert Muskeln, Organe und unsere Sinne. Es sorgt dafür, dass wir Freude, Wärme oder Schmerz fühlen können und dass wir blitzschnell reagieren, wenn wir stolpern. Einfach formuliert, doch es geht darum, dass du verstehst, dass alles miteinander vernetzt ist. Du bist ein komplexes, fein aufeinander abgestimmtes System. 

Grübelst du nachts, weil du dir Gedanken über Gespräche machst oder wie es weitergehen soll, dann gerät dein komplettes System aus der Balance. Wir alle kennen Schlafmangel und wissen, wie es sich anfühlt. Man ist unkonzentriert, hat mehr Heißhunger auf Süßes oder wird nicht satt, man ist genervt oder fährt bereits bei Kleinigkeiten aus der Haut.

Was mit “ich schlafe schlecht” beginnt, betrifft deine Darmgesundheit (das Immunsystem), deine Arbeit, dein körperliches Wohlbefinden und natürlich auch die Kommunikation mit deinen Mitmenschen. Dein Körper ist im Stresszustand! Dein Körper ist im Überlebensmodus und hat keine Energie - du hast möglicherweise Brain Fog (kannst keine Entscheidungen treffen, bist kognitiv nicht leistungsfähig und kannst nicht klar denken), zu allem Übel wirst du noch mit Kopfschmerzen oder ständigen Erkältungen geplagt - diese Liste lässt sich beliebig erweitern, bis hin zu Depressionen usw. 

Doch das Gute daran ist: Was in die eine Richtung funktioniert, das geht auch in die andere.

Manchmal kann man die große Herausforderung nicht sofort lösen, man kann nicht von heute auf morgen eine Beziehung beenden, einen Job kündigen oder sich eine neue Wohnung suchen. Genau deswegen sage ich immer: Einen Schritt nach dem anderen, kleine Schritt gehen, die für dich vielleicht erstmal mit dem “Hauptproblem” nichts zu tun haben, für dich aktuell jedoch machbar sind. Verbesserst du z.B. deine Ernährungsgewohnheiten oder machst regelmäßig Sport, dann bist du emotional stabiler, bist ausgeglichener, weniger anfällig für Stimmungsschwankungen und kannst Gefühle bewusster regulieren. 

Wie kannst du etwas mehr in Balance kommen?

  • Atemtechniken und Meditation: Tiefe, bewusste Atmung und regelmäßige Meditation helfen, das parasympathische Nervensystem zu aktivieren – den Teil des Nervensystems, der für Ruhe und Regeneration sorgt.
  • Bewegung: Sanfte Bewegung wie Yoga, Spaziergänge in der Natur oder Tanzen unterstützen die Stressregulation und bauen Spannungen ab.
  • Gesunde Ernährung: Bestimmte Nährstoffe, wie Omega-3-Fettsäuren, Magnesium und B-Vitamine, wirken beruhigend auf das Nervensystem.

 

Warum das so wichtig ist – besonders für deine Beziehungen

Ein ruhiges, ausgeglichenes Nervensystem wirkt sich positiv auf deine eigene Gesundheit aus und auf deine Beziehungen. Wenn du weniger gereizt bist, kannst du liebevoller und geduldiger mit anderen umgehen. Du wirst resilienter, lässt dich weniger von Konflikten oder Stress aus der Bahn werfen und kannst auch herausfordernde Gespräche auf eine konstruktive Weise führen. Du streitest weniger impulsiv, kannst besser zuhören und fühlst dich auch im Umgang mit anderen sicherer. 

Fazit

Ein gesundes Nervensystem ist der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden, emotionaler Stabilität und harmonischen Beziehungen. Was ich dir mit diesem Beitrag sagen möchte ist: Wo du anfängst, Dinge in deinem Leben zu ändern, ist letztendlich egal. Denn alles wirkt sich nachhaltig auf dein Leben aus - gehe lieber kleine Schritte als dich von den großen überwältigen zu lassen und gar nicht erst anzufangen.

Gerne unterstütze ich dich dabei,

Von Herzen Nadine

Do it yourself bis 1:1 

 

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