Neues Jahr, neues Ich – oder? Jedes Jahr dasselbe Spiel: Voller Enthusiasmus schreiben wir uns am 1. Januar eine Liste mit Neujahrsvorsätzen, die spätestens Mitte Januar in der Schublade verschwindet. Warum eigentlich? Vielleicht liegt es gar nicht daran, dass wir keinen Willen haben oder zu faul sind, sondern dass der Zeitpunkt einfach nicht stimmt.
Ich finde es spannend, mal einen anderen Blickwinkel darauf zu werfen. Neujahr wird bei uns am 1. Januar gefeiert, aber energetisch gesehen ändert sich an diesem Datum nichts. Es ist, als würde man sich von einem Kalenderblatt motivieren lassen, obwohl der Körper und Geist noch im Ruhemodus sind.

Der Januar ist ein Monat der Ruhe
Mal ehrlich: Wie fühlt sich der Januar für dich an? Für mich ist es eine Zeit, in der ich noch tief in der Ruhe des Winters bin. Die Natur ruht, die Tage sind kurz, die Temperaturen niedrig. Es ist keine Zeit für Hektik, sondern eher für Einkehr und Nachdenken. Kein Wunder, dass es so schwerfällt, jetzt direkt Vollgas zu geben.
Hier kommt ein spannender Gedanke aus der chinesischen Astrologie ins Spiel. Auch wenn ich keine Expertin bin, fasziniert mich dieses uralte Wissen, das auf Beobachtungen der Naturzyklen basiert. Nach dem chinesischen Kalender beginnt das neue Jahr nicht am 1. Januar, sondern später – meist im Februar. Das ist kein Zufall, sondern hat mit den natürlichen Rhythmen zu tun.
Die 5 Elemente und das Erwachen der Natur
Die chinesische Philosophie arbeitet mit fünf Elementen: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Jedes dieser Elemente hat besondere Eigenschaften und symbolisiert bestimmte Phasen im Jahreszyklus. Holz zum Beispiel steht für Wachstum, Neubeginn und Erwachen – und dieses Element kommt erst im Februar so richtig in Schwung.
Das bedeutet, dass wir im Januar eigentlich noch in der Phase des Rückzugs stecken, die eher dem Wasser zugeordnet ist: nachdenken, innehalten, Kraft sammeln. Es passt also energetisch gar nicht, jetzt schon große Veränderungen umzusetzen.
Veränderung braucht Geduld – und echte Motivation
Vielleicht liegt hier der Schlüssel: Sich den natürlichen Rhythmen anzupassen, statt gegen sie anzukämpfen. Im Januar dürfen wir uns noch Zeit lassen, um in uns hineinzuspüren. Was will ich wirklich? Welche Veränderungen sind mir wichtig – und bin ich bereit, die Konsequenzen zu tragen, die sie mit sich bringen?
Denn eines ist klar: Veränderungen machen nur dann Sinn, wenn sie aus uns selbst heraus entstehen – intrinsisch motiviert. Wenn wir mit allen Sinnen „Ja“ dazu sagen und bereit sind, die damit verbundenen Schritte zu gehen. Alles andere wird früher oder später im Sande verlaufen.
Mein Plädoyer: Entspannt in das neue Jahr starten
Vielleicht ist der Januar gar nicht die Zeit für Neujahrsvorsätze. Vielleicht ist er eher eine Einladung, innezuhalten, uns Zeit zu nehmen und zu spüren, was uns wirklich wichtig ist. Und wenn der Februar kommt – und mit ihm das Holz-Element und die Energie des Erwachens – dann sind wir bereit, mit voller Absicht loszulegen.
Bis dahin: Gönn dir Ruhe, sei geduldig mit dir selbst und mach dir keinen Stress. Das Leben ist ein Zyklus, und Veränderung hat ihre Zeit.
Liebste Grüße,
Nadine
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